Notbevorratung: Lebensmittel sinnvoll für Krisen vorsorgen
Ein sinnvoll angelegter Lebensmittelvorrat kann dir helfen, wenn Einkaufen oder die tägliche Versorgung vorübergehend nicht wie gewohnt möglich sind – beispielsweise bei einem längeren Stromausfall, extremen Wetterlagen, Versorgungsstörungen oder einer Erkrankung.
Wie viel Vorrat wird empfohlen?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, sich nach Möglichkeit für 10 Tage selbst versorgen zu können. Auch ein Vorrat für zunächst drei Tage ist bereits ein sinnvoller Anfang.
Besonders geeignet sind Lebensmittel, die lange haltbar sind, ungeöffnet möglichst keine Kühlung benötigen und entweder direkt verzehrt oder mit wenig Energie zubereitet werden können.
Der staatliche Vorratskalkulator orientiert sich bei einem beispielhaften 10-Tage-Vorrat an einer durchschnittlichen Energiezufuhr von etwa 2.200 kcal pro Person und Tag.
Warum Konserven für den Notvorrat besonders praktisch sind
Dosen- und Glaskonserven erfüllen gleich mehrere Anforderungen an einen sinnvollen Vorrat: Sie sind lange lagerfähig, benötigen ungeöffnet in der Regel keine Kühlung und viele Produkte können direkt gegessen oder mit geringem Energieaufwand erwärmt werden.
Bei Konservica findest du unter anderem Sauerkraut, Rote Bete, Bohnen, Karotten, Sellerie, Blumenkohl, Gurken, Paprika, Silberzwiebeln und verschiedene Gemüsemischungen in unterschiedlichen Gebindegrößen.
Gerade diese Vielfalt ist bei der Notbevorratung sinnvoll. Ein Vorrat sollte nicht ausschließlich aus Reis, Nudeln, Knäckebrot oder anderen trockenen Grundnahrungsmitteln bestehen. Gemüsekonserven bringen zusätzliche pflanzliche Lebensmittel und Abwechslung in den Speiseplan.
Die Vorteile haltbarer Konserven
Lange haltbar
Viele Dosen- und Glaskonserven können ungeöffnet über längere Zeit ohne Kühlung gelagert werden.
Schnell verfügbar
Viele Produkte sind bereits verzehrfertig und benötigen keine oder nur eine kurze Zubereitung.
Vielseitig kombinierbar
Gemüsekonserven lassen sich hervorragend mit Reis, Nudeln, Kartoffeln und anderen Grundnahrungsmitteln kombinieren.
Praktisch lagerbar
Konserven sind robust und eignen sich sehr gut für einen dauerhaft gepflegten Haushaltsvorrat.
Konserviert bedeutet nicht nährstofflos
Durch Erhitzen und Konservieren verändern sich Lebensmittel. Besonders hitzeempfindliche Vitamine können während der Verarbeitung teilweise reduziert werden. Andere Bestandteile wie Mineralstoffe, Ballaststoffe und verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe bleiben dagegen deutlich stabiler.
Auch Carotinoide wie das in Karotten enthaltene Beta-Carotin können nach einer thermischen Verarbeitung weiterhin im Lebensmittel vorhanden sein. Wie stark einzelne Nährstoffe erhalten bleiben, hängt immer vom Lebensmittel, der Verarbeitung und der Lagerung ab.
Gemüsekonserven ersetzen im normalen Alltag kein abwechslungsreiches Angebot an frischem Gemüse. Für die Notbevorratung können sie jedoch eine wertvolle Möglichkeit sein, pflanzliche Vielfalt, Ballaststoffe und Mineralstoffe in einen langfristig haltbaren Vorrat einzubauen.
Sauerkraut – haltbar, vielseitig und ideal für den Vorrat
Sauerkraut ist ein traditionelles Lebensmittel, bei dem Weißkohl durch Milchsäuregärung haltbar gemacht wird. Dadurch entsteht der charakteristische Geschmack und gleichzeitig ein vielseitig einsetzbares Gemüseprodukt.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Sauerkraut auch nach der Verarbeitung verschiedene natürliche Bestandteile des Kohls enthalten kann. Dazu zählen je nach Herstellung unter anderem Mineralstoffe und Vitamin C. Der tatsächliche Gehalt hängt jedoch von Rohware, Verarbeitung, Wärmebehandlung und Lagerdauer ab.
Pasteurisiertes Sauerkraut wird durch eine Wärmebehandlung haltbar gemacht und eignet sich dadurch besonders gut für eine längerfristige Vorratshaltung.
Für die Notbevorratung ist Sauerkraut besonders interessant: Es ist lange haltbar, unkompliziert zuzubereiten, vielseitig kombinierbar und bringt Gemüse in einen Vorrat, der sonst schnell hauptsächlich aus trockenen Grundnahrungsmitteln besteht.
Den Aufguss sinnvoll verwenden
Viele unserer Gemüsekonserven enthalten neben dem Gemüse einen Aufguss aus Wasser, Essig, Salz, Gewürzen und je nach Produkt weiteren Zutaten.
Gerade in einer Notsituation muss dieser Aufguss nicht automatisch entsorgt werden. Je nach Produkt und Geschmack lässt er sich beispielsweise verwenden als:
- Grundlage oder Würze für Suppen und Eintöpfe
- zusätzliche Flüssigkeit für Gemüsegerichte
- Bestandteil von Saucen und Marinaden
- Würzsud für Kartoffeln, Reis oder andere Grundnahrungsmittel
Auf diese Weise kann der komplette Inhalt einer Konserve sinnvoll genutzt und bei der Zubereitung teilweise zusätzliches Wasser eingespart werden.
Wichtig: Aufguss ersetzt keinen Trinkwasservorrat
Der Aufguss von Gemüsekonserven kann Salz, Säure, Zucker oder Süßungsmittel enthalten und sollte deshalb nicht als Ersatz für Trinkwasser eingeplant werden.
Das BBK empfiehlt einen Wasservorrat von etwa 2 Litern pro Person und Tag. Für zehn Tage entspricht das rund 20 Litern Wasser pro Person.
So könnte dein 10-Tage-Vorrat aufgebaut sein
Gemüsekonserven von Konservica sind eine sinnvolle Ergänzung eines ausgewogenen Notvorrats. Viele Gemüseprodukte sind allerdings vergleichsweise kalorienarm. Für eine ausreichende Energieversorgung solltest du deshalb verschiedene Lebensmittelgruppen miteinander kombinieren.
1. Trinkwasser
Plane etwa 2 Liter pro Person und Tag ein. Für zehn Tage entspricht das rund 20 Litern pro Person.
2. Energielieferanten
Reis, Nudeln, Haferflocken, Brot, Knäckebrot, Kartoffelprodukte und andere gut lagerfähige Grundnahrungsmittel.
3. Fette & energiereiche Lebensmittel
Pflanzenöl, Nüsse und andere lagerfähige Lebensmittel mit hoher Energiedichte.
4. Eiweißquellen
Haltbare Hülsenfrüchte und weitere geeignete proteinreiche Lebensmittel ergänzen den Vorrat.
5. Gemüsekonserven
Sauerkraut, Bohnen, Rote Bete, Karotten, Paprika, Gurken, Sellerie, Blumenkohl und Gemüsemischungen sorgen für Abwechslung.
Auch an die Zubereitung denken
Bei einem längeren Stromausfall funktionieren Elektroherd, Backofen und Mikrowelle möglicherweise nicht. Deshalb solltest du Lebensmittel berücksichtigen, die direkt verzehrt oder mit wenig Wärme zubereitet werden können.
Viele Gemüsekonserven sind bereits vollständig gegart oder tafelfertig und können deshalb auch ohne aufwendige Zubereitung verwendet werden.
Vorrat anlegen statt Lebensmittel vergessen
Ein Notvorrat muss nicht jahrelang unangetastet im Keller stehen. Sinnvoller ist ein rollierender Vorrat.
Kaufe Lebensmittel, die du auch im normalen Alltag gerne isst. Verwende ältere Produkte zuerst und ersetze sie anschließend durch neue.
- Mindesthaltbarkeitsdatum regelmäßig kontrollieren
- ältere Produkte zuerst verbrauchen
- Dosen kühl und trocken lagern
- Glaskonserven möglichst dunkel lagern
- stark beschädigte oder aufgeblähte Dosen nicht verwenden
- geöffnete Produkte entsprechend der Herstellerangaben kühlen und zeitnah verbrauchen
Vorsorge ohne Panik
Notbevorratung bedeutet nicht, große Mengen Lebensmittel aus Angst einzulagern. Ziel ist vielmehr, den eigenen Haushalt für einen begrenzten Zeitraum unabhängiger von der täglichen Versorgung zu machen.
Wenn du noch keinen Vorrat besitzt, musst du nicht sofort für zehn Tage einkaufen. Bereits ein Grundvorrat für einige Tage ist ein guter Anfang und kann anschließend Schritt für Schritt erweitert werden.
Stelle deinen Vorrat mit Lebensmitteln zusammen, die du kennst, gerne isst und auch im Alltag verwendest.
Schritt für Schritt zum eigenen Vorrat
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